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19.11.2009
Trendbarometer 2009: Bildungsexport rechnet sich

Bildungsdienstleistungen im Ausland rechnen sich. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Trendbarometer 2009 Exportbranche Aus- und Weiterbildung" des F.A.Z.-Instituts im Auftrag von iMOVE. Das Schwerpunktthema des Trendbarometers 2009 ist die Finanzierung des Bildungsexports.

Grundlage der jährlich veröffentlichten Studie ist jeweils eine Topentscheiderbefragung unter 100 Managern deutscher Aus- und Weiterbildungsunternehmen, die im Ausland aktiv sind.

Deutsche Anbieter von Aus- und Weiterbildung starten ihr Auslandsengagement häufig aufgrund einer privatwirtschaftlichen Anfrage eines Unternehmens aus dem Ausland. Vor allem der gute Ruf des dualen Ausbildungssystems begründet die Unternehmensanfragen aus dem Ausland und eröffnet deutschen Bildungsanbietern dort Marktchancen.

Dabei lässt der unternehmerische Erfolg bei den Befragten nicht lange auf sich warten: Die meisten Bildungsmaßnahmen im Ausland amortisieren sich bereits innerhalb der ersten zwei Jahre. Bei kleinen Anbietern von Aus- und Weiterbildung mit weniger als 100 Mitarbeitern stellt sich der wirtschaftliche Erfolg der Auslandsprojekte oft noch schneller ein, 31 Prozent dieser Befragungsgruppe geben an, dass sich ihre Projekte im Ausland bereits in weniger als einem Jahr rechnen.

Die Finanzierung von Auslandsaktivitäten ist für deutsche Bildungsanbieter nicht immer einfach. So sehen die Befragten in der Erschließung von Finanzierungsquellen die größte Herausforderung. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Bildungsmaßnahmen privatwirtschaftlich zu finanzieren. In gewissem Umfang kommen noch staatliche Finanzierungsquellen hinzu.

Die Anschubfinanzierung wird überdurchschnittlich oft durch Eigenkapital gedeckt. Oftmals fehlt eine genaue Business-Planung, was die Möglichkeiten einer Fremdfinanzierung drastisch einschränkt. Bei den laufenden Kosten sind die Teilnehmergebühren vor Ort die mit Abstand wichtigste Finanzierungsquelle. Aber auch andere Finanzierungsmöglichkeiten spielen eine Rolle. Ausländische Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sind für die befragten Bildungsanbieter die zweitwichtigste Finanzierungsquelle für die laufenden Kosten im Ausland.

Insgesamt schätzen die befragten Führungskräfte die Wachstumschancen für den Bildungsexport positiv ein. Der Bildungsexport bietet mehr Chancen als der Inlandsmarkt, darin ist sich mehr als die Hälfte der befragten Anbieter von Aus- und Weiterbildung einig. Asien, und dort insbesondere China, gilt immer noch als der chancenreichste Auslandsmarkt für deutsche Bildungsanbieter, dicht gefolgt von Osteuropa. Aufsteiger des Jahres ist Indien, das 2009 mehr als doppelt so viele Befragte als chancenreichsten Auslandsmarkt einschätzten als im vergangenen Jahr. Auch der Nahe Osten, hier insbesondere Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, wird für die deutschen Bildungsexporteure immer wichtiger.

Das Trendbarometer 2009 steht als Download unter auf der Webseite von iMOVE zur Verfügung.

Quelle: iMOVE